Im modernen medizinischen Verständnis existieren bei komplexen Störungen in den seltensten Fällen (ausser Trauma) Monokausalitäten, sondern in der Regel Wechselwirkungen und Wechselbeziehungen.

Bezogen auf Kiefergelenkstörungen bedeutet dies, dass Wechselbeziehungen zwischen den Kiefergelenken einerseits und der Wirbelsäule, dem Becken und den Knien andererseits bestehen.

Finden diese Wechselwirkungen keine Berücksichtigung, ist in vielen Fällen eine Therapie im Ansatz schon zum Scheitern verurteilt.

Dieser therpeutische Ansatz ist zwar schon lange bekannt, aber leider immer noch nicht sehr verbreitet. Daher finden sich viele CMD Patienten oft auf einer jahrelangen Suche nach einer effektiven Therapie und sind häufig im Besitz einer Unzahl von Schienen und Aufbissbehelfen.

Um dies zu vermeiden, arbeiten wir eng z.B. mit Orthopäden zusammen, die in der Lage sind z.B. mittels optischer 3D Vermessung die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit einer Veränderung der Kiefergelenkposition zu überprüfen und/oder ggf. andere orthopädische Massnahmen vorbereitend oder als alleinige Massnahmen zu ergreifen.

Physiotherapeuten können ebenfalls als Ko-Therpeuten notwendig werden, die mit Hilfe z.B. der Cranio-Sacraltherapie häufig deutlich therapieverkürzend helfen können.